Der Brexit und die Anerkennung von Qualifikationen | The International Academy of Osteopathy IAO
 

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Der Brexit und die Anerkennung von Qualifikationen

28/01/2019

Untersuchung des CULT Committee (Komitee für Kultur und Bildung) November 2018

Das Vereinigte Königreich verlässt die Europäische Union am 29. März 2019.

Obwohl akademische Abschlüsse (wie der Master of Science in Osteopathy) unter die nationale Zuständigkeit fallen, wurden auf europäischem Niveau unterstützende Maßnahmen eingerichtet. Der Brexit sollte somit keine subsanziellen Konsequenzen haben, da diese Maßnahmen zwischenstaatlich (z.B. Bologna Prozess), auf freiwilliger Basis eingerichtet (z.B. European Qualifications Framework, Europass) oder offen für Drittstaaten (z.B. Erasmus+) sind.

Lassen Sie uns nicht vergessen, dass nicht nur europäische Staaten dem Bologna-Abkommen zugetreten sind (wie z.B. Mazedonien, Island, Türkei, Liechtenstein und Norwegen)

Eine der Bologna-Konferenzen (das Lissaboner Übereinkommen über die Anerkennung von Qualifikationen im Hochschulbereich) hatte als Inhalt die zunehmende Vergleichbarkeit und gegenseitige Anerkennung. Diese Konferenz untermauerte den “Bologna-Prozess”, der im Jahr 1998 initiiert wurde und der 48 Länder miteinander verbindet.

Da der Bologna-Prozess, genauso wie Einrichtungen wie ECTS und EQF, nicht auf europäische Mitgliedsstaaten beschränkt sind, hat der Brexit keinen vorhersehbaren Einfluss auf die Erkennung von Diplomen und Studienzeiten im Ausland. Die Teilnahme am Bologna-Prozess und die Anwendung der obengenannten Einrichtungen werden auch nach dem Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU offen stehen.